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My Little Pony hinter den Kulissen

Magie der Freundschaft

Magie der Freundschaft

Einen Freund fürs Leben – den finden die meisten Menschen bereits in ihrer Kindheit und Jugend. Genauer gesagt zwischen sieben und 14 Jahren, wie eine aktuelle Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie belegt. Doch welche Rolle spielen Freunde bei der Entwicklung eines Kindes? Welche „Funktionen“ erfüllt Freundschaft für die Heranwachsenden?

Wirft man einen Blick in die Literatur zum Thema (früh-)kindliche Entwicklung, liegt der Fokus hier vor allem auf der Verantwortung, die Eltern und Erziehern in dieser Phase zukommt. Dies liegt auf der Hand, da die Kinder im Umgang mit ihrer Mutter und ihrem Vater, bzw. der Erzieherin im Kindergarten oder der Lehrerin in der Schule entscheidende Impulse für ihre Entwicklung erhalten. Sie geben den Kleinen wichtige Tugenden mit auf den Weg und prägen auf diese Weise maßgeblich die Persönlichkeitsentwicklung. 

Hierbei wird jedoch außer Acht gelassen, dass die Kinder einen Großteil ihrer Zeit in Kindertagesstätten oder in der Schule verbringen, wo sie im ständigen Kontakt mit einer Vielzahl anderer Kinder stehen. Sie müssen lernen, wie sie mit ihren so genannten „Peers“, also den Gleichaltrigen, umgehen können und sich mit ihnen arrangieren. In ihrem tagtäglichen Umgang beeinflussen sich die Kinder gegenseitig, beziehen sich aufeinander und lernen voneinander.

Durch Freundschaften in der Kindheit werden fundamentale emotionale und soziale Qualitäten gefördert, die sonst nur im Umgang mit Erwachsenen entstehen. Freunde bieten eine gute Möglichkeit um soziale Kompetenzen und ein moralisches Bewusstsein zu stärken. So lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise zwischen richtigem und falschem Verhalten zu unterscheiden. Diverse wissenschaftliche Studien haben belegt, dass der Einfluss medialer Vorbilder auf die Entwicklung von Kindern nicht von der Hand zu weisen ist. So kann die Serie „My Little Pony – Freundschaft ist Magie“ den Kindern wichtige Botschaften zu Freundschaft, Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit und vielen weiteren bedeutenden Eigenschaften nahebringen.

Wie der aktuelle „Kinderwertemonitor“ zeigt, sind Freundschaften gleich neben der Familie und Vertrauen die wichtigsten Werte für die Kleinen. Und das ist sehr beruhigend, denn, wenn man Wissenschaftlern von der Universität Oxford Glauben schenkt, sind Freunde sogar gut für unsere Gesundheit: verbringen wir Zeit mit ihnen, setzt dies Glückshormone (Endorphine) frei. Das kann Depressionen vorbeugen und langfristig betrachtet sogar unsere Lebenserwartung deutlich erhöhen.

Faszination Rollenspiel

Komm schon, Fluttershy! Wir müssen uns beeilen, Pinkie Pies Freundefeier geht doch gleich los.“

 „Aber womit müssen wir uns denn beeilen? Können wir da nicht einfach jetzt hingehen?“

„Erstmal muss ich Dir eine schöne Frisur machen und dann bekommst Du noch neue Kleidung.“

„Muss das sein, Rarity?“

Dieser fiktive Dialog ist kein Ausschnitt aus einer neuen Episode der Serie „My Little Pony – Freundschaft ist Magie“, sondern könnte genau so in einem Spielzimmer irgendwo in Deutschland mitgehört werden.

Einmal in die Rolle des starken Ritters schlüpfen oder als Lieblingstier durch die Wohnung toben: Das ist nicht nur zur Karnevalszeit möglich, denn es gibt kaum ein Kind, das sich nicht gerne verkleidet. Eine gut sortierte Verkleidungskiste ist wohl in fast jedem Haushalt zu finden und wenn diese gerade nicht zur Hand ist, können auch Mamas Schuhe oder Papas Hemden als Kostüme herhalten. Doch was genau macht für Kinder die „Faszination Rollenspiel“ aus?

Nur in ihrer Phantasie kann den Kindern gelingen, was sonst (noch) unerreichbar erscheint: erwachsen sein, den Helden aus der Lieblingsserie verkörpern oder den spannenden Traumberuf ausüben. Im Rollenspiel lassen Kinder ihrer Vorstellungskraft freien Lauf und können so auch Alltagserlebnisse auf spielerische Weise verarbeiten. Sei es der letzte Arzttermin, ein Konflikt mit den Eltern oder ein Besuch im Restaurant. All das kann in kindlichen Rollenspielen zum Thema werden.

Quasi nebenbei lernen die Kinder hier, sich in andere Personen oder in bis dato unbekannte Situationen hineinzuversetzen. Rollenspiele geben den Kindern die Gelegenheit, gerade erlernte Regeln des sozialen Zusammenlebens zu verinnerlichen, zu reproduzieren und einzuüben. Je älter die Kinder werden, desto komplexer können die Spiele werden, da sie sich auch immer besser mit ihren Mitspielern (seien es die Eltern, ein Freund oder eine Freundin) verständigen können. Im Rollenspiel lernen die Kinder, sich in eine andere Denk- und Fühlweise hineinzuversetzen und schaffen so fast wie von alleine die Voraussetzung für das Empfinden von Empathie.

Wenn ihre Kinder also das nächste Mal wieder ihren Kleiderschrank plündern möchten, um sich zu verkleiden, bewahren sie die Ruhe – es könnte ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Persönlichkeit ihrer Kleinen sein.